Sonntag, 23. Juli 2017

[Buchrezension] OMI - Stephen King

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Leseprobe

"Der 11-jährige George soll, während seine Mutter seinen großen Bruder im Krankenhaus besucht, auf seine blinde Großmutter aufpassen. Ihm ist nicht ganz wohl bei der Sache, hat ihm die stark übergewichtige Frau doch schon früher Angst gemacht. So richtig unwohl wird ihm aber erst, als seine Omi plötzlich stirbt ..."
Quelle

"Georges Mutter ging zur Tür, blieb zögernd stehen, kam zurück und zauste Georges Haar."

Ich mag es, dass die Cover der neuen Ausgaben von Kings Büchern alle sehr ähnlich aussehen, sodass man selbst von Weitem schon weiß, womit man es zu tun hat.
Das Rot des Covers ist ganz passend gewählt, und auch der Titel ist nicht schlecht... o.o

Jesus Christ. 

Auch wenn "OMI" nur ein eshort ist, ist das ein King, wie man ihn sich vorstellt. 

Allein der Titel ist ja schon gruselig. Omi an sich ist ja eine liebe Bezeichnung für die Großmutter, die etwas Kindliches, Unschuldiges hat, aber in Verbindung mit dem Namen Stephen King wird genau das verdammt gruselig. 

Und diese Vorahnung bestätigt sich beim Lesen. Aber hallo. 

Der Protagonist ist ein Kind, und auch das macht alles noch zehnmal schrecklicher, denn Kinder können sich selber meistens nicht so gut wehren und sind daher schutzbedürftig. Hier will man als Leser am liebsten das Kind nehmen und so weit rennen, wie einen die Beine tragen, aber man kann ja schlecht in die Geschichte reinkrabbeln. Ist vielleicht auch besser... 

Das eshort ist durch und durch spannend, die ca. 50 Seiten lesen sich wie fünf, und alles ist sehr anschaulich dargestellt, sodass sich das Buch liest wie ein kleiner Horrorfilm. 

King schafft es, den Grusel aufs Äußerste zu treiben, ohne unnötige Schockfaktoren wie übertriebenes Blutvergießen oder Ähnliches zu verwenden, was mir sehr gut gefallen hat.
Der Leser wird allein durch die Vorstellung und die Hilflosigkeit des Kindes ans Buch gefesselt und in den Wahnsinn getrieben - und das alles auf nur 50 Seiten. 

Dazu trägt bei, dass man keine Ahnung hat, ob und wie der Junge sich aus dieser Situation befreien will geschweige denn kann. Man selber weiß wie der Junge, dass da etwas Böses ist, aber man hat nicht den Hauch einer Idee davon, was er machen oder wie er sich verteidigen kann. 

Das alles treibt die Spannung natürlich in die Höhe, bis es dann zum Ende kommt, zu dem ich auch nicht viel sagen kann, nur: WTFholyguacamolejesuschristlordhavemercywasistdasomgichkannnichtmehr

"OMI" ist Horror, wie man sich Horror vorstellt.
5/5 Lesehasen.


"Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control."


Vielen lieben Dank an 
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥




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